Der Serendipity-Effekt: Warum wir glückliche Zufälle wieder einladen sollten.

Was dich in dieser Folge erwartet

Warum wir lernen sollten, den Zufall in die Organisation einzuladen.

Zufälle passieren nicht einfach.

00:02

Organisation verpassen sie, weil sie sich starr an Pläne und KPI klammern.

00:07

Wer Serendipietät zulässt, erschließt aber neue Chancen

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Im Zeitalter der Zielorientierung haben wir verlernt, den Blick schweifen zu lassen.

00:19

Doch nur werden Zufall kultiviert, schafft auch Raum für Kreativität und echte Ideen.

00:29

Und damit herzlich Willkommen bei Shift happens.

00:32

Deine Kaffeepause für Marketing, Organisation und Neues Arbeiten.

00:36

Mein Name ist Gela und heute widme ich mich dem Serendipitäts-Effekt, warum wir glückliche Zufälle wieder einladen

Wir sollten, egal ob privat oder in Organisationen.

00:58

Und ich werde bestimmt so einige Stolperer haben bei dem Wort Serendiepität.

01:04

Ach, ich finde es auf Englisch auch viel einfacher serendipity, aber gut, was ist das eigentlich?

01:10

Ja, das Leben ist das was passiert, während wir eifrig andere Pläne machen.

01:15

Dieses Zitat von John Lennon bringt es auf den Punkt, manchmal sind es die unerwarteten Ereignisse.

01:21

Die uns so wirklich voranbringen.

01:23

Doch wie oft übersehen wir genau diese?

01:27

Weil wir innerhalb unserer zielfokussierung Chancen und glückliche Zufälle einfach überhaupt nicht mehr sehen können, haben wir sind so irgendwie getaktet und haben dadurch ganz oft so einen, so einen Tunnelblick und laufen irgendwelchen.

01:42

Zielsetzung und Ergebnisse und KPI hinterher und ja, leider übersehen wir dabei wirklich glückliche Fügungen.

01:52

Was ist serendipity genau und warum ist sie eigentlich so wichtig?

01:56

Serendipity ich sag es jetzt einfach mal auf Englisch, ich finde es einfacher, beschreibt das unerwartete Glück, auf etwas Wertvolles zu stoßen, während man eigentlich noch etwas anderem sucht, doch mehr noch als ein Zufall ist.

02:10

Serendipität, eine Fähigkeit.

02:12

Nämlich offen zu sein dafür, was abseits unserer Pläne gerade passiert.

02:18

Beispiel gefällig?

02:19

Der weltweit führende Haushaltsgerätehersteller Haier entdeckte, dass Landwirte seine Waschmaschinen zweckentfremdet hatten.

02:25

Die haben nämlich Kartoffeln damit gewaschen.

02:28

Ja, das war nicht ganz so glücklich, weil die Geräte dafür überhaupt nicht geschaffen waren und es zu.

02:38

Filter, Problem und Verschmutzung usw führte aber der Hersteller reagierte total cool.

02:43

Statt das Problem einfach abzutun mit ja ne, ist ja auch keine Kartoffelwaschmaschine, also nutzt das Bitte um Klamotten dran zu waschen.

02:53

Nein, er hat total offen reagiert und kurzerhand gesagt, ok das ist etwas was gebraucht wird, eine Kartoffelwaschmaschine also.

03:01

Produzieren wir jetzt Kartoffel Waschmaschinen so und das Ergebnis ist also die Erschließung eines völlig neuen Marktes, geboren aus einem Zufall heraus und auch aus einer Offenheit heraus, weil irgendjemand, der diese Beschwerde aufgenommen hat, einfach versiert genug war zu sagen, Moment mal, wir werden hier gerade zweckentfremdet, aber irgendwie ja auch total cool, weil.

03:23

Der Kunde braucht sowas anscheinend.

03:25

Der Schlüssel zu solchen Durchbrüchen liegt also in so einem sogenannten serendipity Mindset.

03:30

Ich mag jetzt das Wort Mindset nicht so gerne, aber das gebraucht der Professor Doktor Christian Busch sehr häufig, von dem ich auch ja ganz viele Podcast schon gehört habe.

03:43

Und es ist immer sehr spannend, wie ich finde wie er mit der Thematik eigentlich umgeht.

03:48

Es geht also darum, bewusst Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen glückliche Zufälle entdeckt, genutzt werden können, aber eben auch weiterverfolgt werden können.

03:59

Warum wir diese glücklichen Zufälle übersehen?

04:02

Ja, unsere Welt ist halt stark zielorientiert, klare Vorgaben, strikte Käppi, eine unbedingte Ergebnisorientierung dominieren die meisten Arbeitsumfelder.

04:11

Und diese Zielfokussierung führt halt zu einem Tunnelblick, wenn wir so stark auf unsere Ziele fixiert sind, dass die Alternativen und Chancen ausblenden, dann können wir eben solche glücklichen Zufälle nicht weiterverfolgen, zum Beispiel Forscher fanden auch heraus, dass Menschen im zielgerichteten Situationen, etwa wenn sie auf den Weg ins café sind, deutlich weniger offen für unerwartete Begegnungen sind.

04:36

Das zweite ist eine Fehlerkultur als Hindernis.

04:39

Viele Unternehmen sehen unvorhergesehene Ergebnisse als Bedrohung, nicht als Chance, statt aus Fehlern zu lernen, wird versucht, Abweichungen vom Plan strikt zu vermeiden und es fehlt einfach die Zeit für Exploration, sind so durchgetakteten Tagesablauf und bleibt einfach wenig Raum für.

04:57

Um spontane Begegnungen oder kreative Ausflüge.

04:59

Doch genau dies brauchen wir, denn diese sind die Grundlage für

05:04

Wie kann man dem Zufall jetzt auf die Sprünge helfen?

05:06

Wie kann man Serendipität planen, hier kommen meine 6 Impulse dazu:

05:11

Erstens Zeit und Raum für Gespräche schaffen, das klingt total trivial.

05:16

Ist es in unserem durchgetakteten Alltag aber häufig nicht.

05:20

Also man kann zum Beispiel mal die Tagesordnung ein bisschen lockerer lassen, dass man hier und da ein bisschen Luft einbaut.

05:29

Und auch mal so eine Stimmungsabfrage macht oder einfach mal fragt, an welchen Projekten eigentlich die einzelnen Teilnehmenden des Meetings gerade arbeiten.

05:39

Man kann aber auch kostenlose Mittagessen einführen, Pausenräume entsprechend gestalten, dass man einfach so diese Begegnung ein wenig im fördern kann.

05:50

Zweitens, Sichtbarkeit von Projekten fördern, also mit Arbeiten du wirklich ermutigen, ihre Projekte zu zeigen, zum Beispiel im Intranet oder was ich immer ganz gern mache, ist eine wirklich ganz haptische Wall of Fixes, die irgendwo auf dem Flur hängt und wo jeder einfach so mit klebezettel mal so ein bisschen schreiben kann.

06:11

Woran arbeite ich gerade?

06:13

Was ist mir gelungen in den nächsten Wochen?

06:16

Auch das schafft Raum für Konversationen, drittens Interdisziplinäre.

06:20

Teams zusammenbringen.

06:21

Ich bin sowieso eine große Freundin davon, dass Teams interdisziplinär zusammen gewürfelt werden, abteilungsübergreifend, also dass nicht immer nur die Fachleute unter sich sprechen, sondern wenn zum Beispiel ein Projekt ansteht oder eine Kampagne ansteht, dass man eben tatsächlich auch aus allen Abteilungen oder aus allen Touchpoints.

06:41

Jemanden in diesem in dieses Projekt involviert und da diese Menschen in der Regel anfangen miteinander zu kommunizieren, wird automatisch wissen geteilt und zufällige Synergien werden gefördert und auch ein Stück weit das Querdenken.

06:54

Ach wie habt ihr das denn da eigentlich gelöst?

06:58

Ja, das können wir hier mal auch versuchen.

07:02

Viertens: Small Talk und zufällige Begegnungen kultivieren also sowas wie Lunch Roulette, wo man einfach zufällig auslöst, welche 2 Personen an einem bestimmten Tag zusammen essen gehen.

07:13

Das funktioniert übrigens auch total gut virtuell, dann holt sich halt jeder seine Salat oder Suppen Schüssel dazu und dann wird einfach mal so ein bisschen gequatscht.

Fünftens: flexible Projektpläne einführen. Viele Change Projekte scheitern genau daran, dass sie einfach zu stark geplant sind, weil man ganz oft einfach den zweiten Schritt vor dem ersten nicht vorhersehen planen, das heißt, es ist immer wieder wichtig, Iterativ vorzugehen.

07:44

Immer wieder die Ergebnisse zu überprüfen und auch nachzujustieren, also ne, das ist ja Wasserfall ist eh tot, aber ganz wichtig ist es sich eher so ein Stück weit nach Meilensteinen auszurichten, als alles so dezidiert durchzuplanen.

08:01

Und diese Flexibilität führt manchmal auch zu.

08:05

Ja, Zufällen, die dem ganzen Projekt.

08:10

Einen echten Mehrwert bieten können.

08:12

Sechstens zahlt eigentlich auf die letzten 5 genannten Punkte schon ein wenig ein, Begegnungen im Alltag erleichtern also viele Mitarbeiter berichten, dass sie aufgrund von zu viel Stress einfach keine Zeit mehr für normale Small Talk Gespräche haben, also was kann man machen?

08:30

Wirklich nochmal in den Meetingstruktur reinschauen?

08:33

Wo kann man unnötige Meetings reduzieren, damit die Mitarbeitenden auch mehr Freiraum für ihre persönlichen Gespräche haben?

08:42

Fazit Serien Die Pietät ist kein magischer Zufall, sondern das Ergebnis von Offenheit, Neugierde und einer unterstützenden Kultur.

08:50

Und Führungskräfte haben die macht, diesen glücklichen Zufall zu fördern, nehmen sie Zeit und Raum für Gespräche, schaffen Fehler oder Irrtümer als Lernchancen sehen und flexible Strukturen.

09:02

Etablieren, indem Organisationen auf den Zufall vorbereitet sind, können sie nicht nur Innovationen fördern, sondern auch eine Kultur des Miteinanders schaffen, in der sich Menschen weniger einsam und gleichzeitig kreativer fühlen.

09:15

Ich freue mich, dass du heute dabei warst und bleib dran, gib mir einen Daumen hoch und wir hören oder sehen uns auf den diversen Kanälen, bis dann.

Über mich.

Ich begleite eure 𝐌𝐚𝐫𝐤𝐞𝐭𝐢𝐧𝐠- 𝐮𝐧𝐝 𝐕𝐞𝐫𝐭𝐫𝐢𝐞𝐛𝐬𝐨𝐫𝐠𝐚𝐧𝐢𝐬𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 zu mehr 𝐓𝐫𝐚𝐧𝐬𝐩𝐚𝐫𝐞𝐧𝐳, 𝐊𝐥𝐚𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐭𝐫𝐮𝐤𝐭𝐮𝐫 –
change system, not people.
Ich habe mehr als 25 Jahre Berufserfahrung und bin zertifiziert in Business Coaching und Organisationsdesign.

In 100 Tagen ist viel möglich! 

Was andere über mich sagen

Axel Neuhaus Leistungsfähige Organisationen entstehen durch Verantwortungsarchitektur. In 100 Tagen ist sehr viel möglich.

"Als Leiter Digitales Marketing habe ich Angelika als einen wunderbaren Menschen, tragende Säule des Beratungs-Teams und auch persönlichen wichtigen Sparringspartner kennen und schätzen gelernt!"

Axel Neuhaus
Leiter Digitales Marketing, Volkswagen
lena Leistungsfähige Organisationen entstehen durch Verantwortungsarchitektur. In 100 Tagen ist sehr viel möglich.

"Ich kenne und schätze die Zusammenarbeit mit Gela sehr. Wir arbeiten seit 2019 immer wieder erfolgreich in Projekten zusammen. Ihre Proaktivität, Schaffenskraft und ihr Ideenreichtum zeichnen sie extrem aus. Sie zeigt neue Wege auf und bringt mit ihrem wertvollen externen Blick Schwung in die Organisation. Gerne empfehle ich die Zusammenarbeit mit ihr und stehe auch für direkten Austausch/Feedback zur Verfügung. Ganz viel Erfolg weiterhin, auf bald und alles Liebe, Lena"

Lena Jakob
Regionale Marketing Direktorin, SAP Concur
Empfehlung Angelika Ballosch, Marketingberatung

"Seit 2019 unterstützt uns Gela immer wieder erfolgreich in verschiedenen Abteilungen und Projekten - zuletzt als Projektleitung im Rahmen unseres Markenlaunchs auf der Zukunft Personal Europe 2022. Gela arbeitet sich sehr schnell und eigenständig in komplexe Projekt- und Teamstrukturen ein, hinterfragt kritisch (und bringt so frischen Wind von Extern) und behält stets den Überblick über Ziele, Budget und Termine. Mit Gelas Erfahrung und wertvoller Unterstützung können wir unsere Projekte schnellstmöglich auf die Straße und erfolgreich zum Abschluss bringen. Darüber hinaus prägen ihre stets positive und fröhliche Art unsere Zusammenarbeit und den Zusammenhalt im Team! Wir freuen uns schon jetzt auf viele weitere, zukünftige Projekte mit Gela und können die Zusammenarbeit wärmstens empfehlen!"

Marie-Catharine Bescht
Senior Marketing Managerin, Onlyfy (New Work SE)
eva Leistungsfähige Organisationen entstehen durch Verantwortungsarchitektur. In 100 Tagen ist sehr viel möglich.

"Frau Ballosch ist mit Hingabe und einem Höchstmaß an Qualität an einem erfolgreichen Coaching interessiert. Die Themen werden mal analytisch, mal spielerisch angegangen, sodass Methodiken vertieft und praktisch erlernt werden können. Ihr Potenzial flexibel auf die Person einzugehen macht sie zu einem sehr kompetenten Partner in Sachen Leadership. Ich würde sie jederzeit weiterempfehlen. Mit gestärktem Selbstbewusstsein, einer Vielzahl an Methoden und neuen, frischen Ideen für mein Team freue ich mich auf meine Tätigkeit als Führungskraft."

Eva Robert
Account Director TRACK GmbH
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"Frau Ballosch hat den Blickwinkel für Fragestellungen erweitert und Lösungsansätze gefunden, die ohne ihre professionelle Unterstützung so nicht zustande kämen.Wertvolles Coaching mit Tiefgang! "

Urte Hildbrand
Strategic Sales Manager, New Work SE

Autor

Angelika Ballosch ist Marketingexpertin und Organisationsentwicklerin mit 25 Jahren Berufserfahrung.